Update: Shigeru Miyamoto auf dem Rückzug?

am 09.12.2011 um 22:20 von Shuriken
Nintendo

Update:

Obwohl das Dementi von Nintendo gestern nicht lange auf sich warten ließ, stehen die Damen und Herren von Wired weiter hinter ihrem Bericht. In einem Interview mit den Kollegen von G4TV sagte Wired-Redakteur Chris Kohl, die Aussagen Miyamotos seien exakt so wiedergegeben worden, wie dieser sie getroffen habe. Ein Missverständnis sei auch deshalb ausgeschlossen, weil der zuständige Dolmetscher schon seit Jahren mit Miyamoto arbeitet - er wird zudem von Nintendo beschäftigt, nicht von Wired.

Dann sagte der Mario-Erfinder nun gegenüber dem Wall Street Journal, er fühle sich momentan noch sehr fit und denke erstmal nicht ans Aufhören. Doch selbst wenn Miyamoto tatsächlich zurücktreten wollte, wäre ein vorläufiges Dementi für Nintendo momentan doch klüger, war die Entwicklerikone doch an so gut wie allen erfolgreichen Konzepten von Nintendo beteiligt. Gestern nach Erscheinen des Interviews auf Wired ist der Aktienkurs von Nintendo bereits leicht gefallen.

Originalmeldung:

Als Erfinder erfolgreicher Videospiel-Serien wie Super Mario und The Legend of Zelda ist Shigeru Miyamoto und mit ihm das Unternehmen Nintendo berühmt geworden - und bis heute ist er dort aktiv. Gerade erst ist sein neuestes Baby Skyward Sword erschienen. Doch nun soll er gemäß dem amerikanischen Magazin Wired seinen Posten als Leiter der Games-Abteilung abgeben wollen, was an sich ein harter Schlag für das Unternehmen aus Kyoto wäre. Auch deren Aktie ist heute Morgen nach Erscheinen dieser Meldung leicht abgesackt. Demnach soll Miyamoto gesagt haben:

Ich behaupte nicht, dass ich mich komplett aus der Spieleentwicklung zurückziehe. Was ich meinte, war, von meinem aktuellen Posten. Ich würde gern noch einmal direkt an der Spitze einer Spieleentwicklung stehen. Vielleicht bei kleineren Projekten, gemeinsam mit jüngeren Programmierern. Oder ich mache etwas ganz allein, etwas kleineres, was ich auch in einem Jahr schaffe und nicht wieder in einer fünfjährigen Entwicklungsphase.

Nintendo selbst dementierte diesen Bericht. Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters habe Nintendo diese Aussage verneint, stattdessen hatte ein Firmensprecher mitgeteilt, habe es wohl ein Missverständnis gegeben; Miyamoto plane lediglich, dem Nachwuchs an der Entwicklerfront den Vortritt zu lassen, aus dem Management-Team wolle er sich aber nicht verabschieden.

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