Heute Morgen hat das FBI gemeinsam mit dem amerikanischen Justizministerium Megaupload und Megavideo - die beiden Seiten zusammen stellten einen der größten Filehoster des Internets - aufgrund von Urheberrechtsverletzungen dicht gemacht. Die Internetseite soll den jeweiligen Rechteinhabern einen finanziellen Schaden von über 500 Millionen US-Dollar eingebracht haben, vor allem was Musik und Filme angeht war Megaupload der Industrie schon seit langem ein Dorn im Auge.
Wie die "Washington Post" meldet, ist die Website des Justizministeriums durch Denial of Service-Angriffe unmittelbar danach gehackt und teilweise lahmgelegt worden, die Internet-Guerilla Anonymous bekannte sich via Twitter zu der Attacke. Der deutsch-finnische Hacker und Gründer von Megaupload Kim Schmitz - gegen den schon seit Jahren wegen unseriöser Geschäftspraktiken ermittelt wurde - ist am Donnerstag in Neuseeland verhaftet worden, gegen ihn wird unter anderem der Vorwurf der Geldwäsche erhoben sowie, dass Megaupload und Megavideo insgesamt 175 Millionen US-Dollar mit unlauteren Mitteln wie etwa dem Verkauf von Premium-Mitgliedschaften eingenommen haben sollen.
Megaupload ist nämlich bereits 2003 in Honkong gegründet worden. Zwischenzeitlich hat sich das Unternehmen als äußerst wandlungsfähig herausgestellt, ging zum Beispiel 2005 mehrheitlich in den Besitz einer Firma namens Kingdom International Ventures auf den British Virgin Islands über. Der gemeinsame Nenner ist allerdings ein gewisser Kim, Kim Doctom zuletzt, dessen Unterschrift mit der von Kim Schmitz übereinstimmt. Jetzt sind beide Seiten also offline, die 72-seitige Klageschrift findet ihr unter der unten angegebenen Quelle.




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