Bei der schon seit längerem andauernden gerichtlichen Auseinandersetzung mit Samsung könnte Apple nun einen wichtigen Schritt in Richtung Sieg hingelegt haben. So haben die Anwälte des Unternehmens heute ein 132seitiges Dokument vorgelegt, das 2010 von Samsungs Product-Engineering-Team erstellt wurde und an sich eine Grundanleitung für die Hard- und Softwareentwicklung sein soll. Darin taucht wiederholt die Anweisung auf, die eigenen Produkte im Zweifel denen von Apple nachzuempfinden. Das dürfte dem kalifornischen Unternehmen natürlich gelegen kommen, wirft dieses Samsung doch vor, mit seiner Galaxy-Produktreihe "schamlos" das iPhone und das iPad kopiert zu haben.
Allerdings muss Apple während des Verfahrens einwandfrei nachweisen, dass Samsung bestimmte Design-Entscheidungen nicht nur getroffen hat, weil sie in der Industrie mittlerweile Standard sind, sondern dass sie unmittelbar von Apple kopiert wurden. Samsung hingegen beruft sich darauf, dass gewisse Maßnahmen hier aber schlicht unausweichlich seien. Der für Samsung arbeitende Anwalt James Verhoeven erklärte, Apple könne eben "keine Rechtecke patentieren". Susan Kare, die schon seit Jahren als Designerin bei Apple tätig ist, sagte jetzt vor Gericht aus, dass die Icons der Galaxy-Produkreihe denen von Apple "zum Verwechseln ähnlich" sehen würden. Der Ausgang des Verfahrens bleibt aber weiterhin ungewiss.



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