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Der 80er Jahre RPG Hit kehrt auf dem DS zurück
Während Final Fantasy gegen Ende der 80er der Japano RPG Hit überhaupt war und viele andere Vertreter des Genres gegen FF kläglich im Konkurrenzkampf scheiterten, durfte Sega als einer der wenigen mit ihrem Phantasy Star Franchise auf dieselbe Beliebtheit zurückblicken und damit Squares Rollenspielgigant das Wasser reichen.
Auch Heute ist die Phantasy Star Serie noch sehr beliebt und wird auf verschiedenen Konsolen & Handhelds fortgeführt. So steht nun der neuste Teil für den DS bereit und soll an alte Erfolge anknöpfen. Ob dies zu schaffen ist und ob sich der Kauf lohnt, erfahrt ihr im nachfolgenden Review.
Eingeschränkte Individuelle Charaktergestaltung
Schon auf dem Sega Master System durften sich Rollenspielfreunde auf eine Reise durch die Phantasy Star Welt freuen und ihren Charakter dabei helfen immer weitere Aufgaben zu erfüllen und so “stärker“ zu werden. Ähnlich wie damals steuert ihr auch in Phantasy Star Zero, dem Nintendo DS Ableger, eine Figur durch eine schöne Sci-Fi Welt im Anime Stil. Bevor ihr nun aber in das Hauptmenü gelangt, um überhaupt erst einmal in diese Welt einzutauchen, könnt ihr euch ein wunderbar animiertes Intro im oben genannten Grafikstil ansehen.
Nach diesem kleinen Vorgeschmack kann auch sofort mit dem Storymodus begonnen werden. So wie bei anderen bekannten Genrevertretern werdet ihr zu Beginn des Spiels dazu aufgefordert eure Spielfigur aus drei verschiedenen Rassen zu wählen und individuell zu gestalten. Neben dem Namen & Geschlecht dürft ihr auch das Aussehen bearbeiten und euch so den Körpertyp, Hautfarbe, Kostüm, Stimme und die Haarfarbe bzw. Frisur aussuchen. Dies klingt zwar nach sehr viel Freiheiten, ist aber im Falle von Phantasy Star Zero nicht so ganz zutreffend, da es beim Erscheinungsbild insgesamt gesehen kaum freie Gestaltungsmöglichkeiten gibt.
Echtzeitkämpfe & Sammlerleidenschaft
Habt ihr nun eine Entscheidung über die äußeren Merkmale eures Protagonisten getroffen werdet ihr in die Geschichte von Phantasy Star Zero eingeführt und schließt euch kurz darauf auch schon einer Gilde an, in der ihr für die Story wichtige Aufgaben erledigt und auch kleine Nebenquests annehmt um so mehr über die Geschehnisse zu erfahren. Ganz gleich für welche Rasse ihr euch zu Beginn entschieden habt bleibt die Hauptstory dieselbe, lediglich der Storyanfang und Verlauf wird unterschiedlich ausfallen. Durch eine kleine Übersichtskarte erhaltet ihr einen Überblick über die in Zonen aufgeteilten Spielabschnitte und könnt so erahnen wo die nächste Quest auf euch wartet.
Während eures Abenteuers werdet ihr auf Leute treffen und mit ihnen sprechen, die Umgebung erkundschaften, mit ihr interagieren und euch in Echtzeit-Kämpfen im klassischen RPG Stil aufleveln. Seid ihr nicht gerade in Kämpfe verwickelt, sucht ihr auf der Weltkarte nach Kisten, um Belohungen zu bekommen, seht euch unterhaltsame Zwischensequenzen an und vervielfältigt und sammelt neue Items sowie Waffen, mit denen es dann wieder in die Schlacht geht. Dies weckt ein wenig den Sammeltrieb im Spieler.
Sprachausgabe & negative Seiten
Sprecht ihr auf eurer Reise einige Bewohner an, werden die Dialoge in Textform wiedergegeben, während kleine Zwischensequenzen, die an bestimmten Stellen im Spiel auftauchen, eine komplett englische Sprachausgabe besitzen. Dies alles weiß einigermaßen zu gefallen! - was aber sehr negativ auffällt, sind die schlechte KI im Spiel (sowohl von Gegner als auch vom eigenen Partner) und die wirklich nervige Kamera sowie die Zielerfassung während der Duelle.
Auch vom Sound der Waffen und Bewegungen werden sicherlich einige Spieler enttäuscht sein, da beispielsweise die Geräusche beim Ausführen von Schwerthieben oftmals sehr auf die Nerven gehen können. Anders sieht es da bei der musikalischen Unterlegung aus, die wirklich wunderschöne Klänge aus dem Handheld zaubert und so für eine gewisse Rollenspiel-Atmosphäre auf dem kleinen DS sorgt.
Grafik & Sound
An der Grafik im 3D Stil ist nicht viel auszusetzen, denn diese ist für DS Verhältnisse wirklich sehr gut geworden, sodass auch die Umgebungen optisch überzeugen können. Vor allem aber die Sequenzen im Anime Stil sind dem Entwickler gelungen. Wie aber weiter oben schon einmal angedeutet, gehen dem Spiel durch den Sound einige Punkte verloren, da die Soundkulisse nicht gerade sehr berauschend ist. Dafür kann Phantasy Star Zero aber mit einer gut gewählten Hintergrundmusik punkten.
Fazit
Phantasy Star Zero erfindet das RPG Genre auf dem Nintendo DS nicht neu und ist auch kein Titel, der zwangsläufig in jede DS-Sammlung gehören muss, dennoch bietet der neuste Phantasy Star Teil ganz ansehnliche Japano RPG Kost für Fans dieser Spielart.
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