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© Game Info |
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Name: |
Geheimakte Tunguska |
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| Release: |
25.04.2008 |
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| Genre: |
Adventure |
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| Platform: |
Wii, DS |
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| USK: |
ab 6 Jahre |
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| Developer: |
Keen Games |
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| Publisher: |
Koch Media |
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| Website: |
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© REVIEW: Geheimakte Tunguska (Wii) » [28.04.2008 um 09:31] |
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Darauf haben wir gewartet
Das preisgekrönte und spannungsgeladene PC-Adventure Geheimakte Tunguska des deutschen Entwicklerstudios Deep Silver kommt nun endlich, dank der hervorragenden Portierungsarbeiten der Keen Games, auf die heimischen Wii-Konsolen. Was „Tunguska“ eigentlich bedeutet und wieso ihr diesen Titel auf keinen Fall verpassen dürft, werde ich euch im folgendem Review näher bringen.
Es begann vor 100 Jahren in Sibirien
Der Story des Spiels liegt das geheimnisvolle Tunguska-Ereignis zu Grunde, welches am 30. Juni 1908 die Menschheit vor ein unlösbares Rätsel stellte. An besagtem Tag beobachteten hunderte Augenzeugen eine undefinierbare und noch nie gesehene Himmelserscheinung. Nur wenige Minuten später erschütterten mehrere gewaltige Explosionen mit der Zerstörungskraft von 1.000 - 2.000 Hiroshima-Bomben die Stille der endlosen Weiten des mittelsibirischen Berglandes. Noch in über 500 km Entfernung wurden ein heller Feuerschein, eine starke Erschütterung und eine Druckwelle sowie ein Donnergeräusch wahrgenommen, unter anderem von Reisenden der Transsibirischen Eisenbahn. Was war geschehen? Diese Frage können Forscher und Wissenschaftler aus der ganzen Welt bis heute noch nicht beantworten. Die wahrscheinlichste Theorie besagt, dass ein Meteorit auf die Erde herabstürzte. Allerdings fand man nirgendwo einen Einschlagkrater. Andere Theorien sprechen von einem abgestürzten Raumschiff oder vom Eintritt eines Antimaterie-Meteoriten in die Erdatmosphäre. Es gibt jedoch bis heute keine Beweise für die tatsächliche Existenz von Antimaterie und Raumschiff wurde auch keines gefunden. So scheint das Tunguska-Ereignis, welches nach dem nahe liegenden Fluss „Steinige Tunguska“ benannt wurde, für immer ein unlösbares Mysterium zu bleiben. (Wahre Begebenheit, siehe Wikipedia-Artikel)
Angekommen in der Gegenwart, schlüpft ihr in die Rolle der jungen sowie hübschen Forscherstochter Nina Kalenkow. Eigentlich war sie mit ihrem Vater im Naturkundemuseum verabredet, in welchem dieser angestellt ist. Doch als Nina das Büro ihres Vaters Wladimir betritt, erwartet sie das pure Chaos. Was ist hier passiert? Und wo ist ihr Vater? Da die Polizei ihr anscheinend nicht helfen kann (oder will?), macht sich die 25-Jährige selbst auf die Suche. Doch sie muss schnell feststellen, dass ihre Feinde nicht nur skrupellos, sondern auch übermächtig sind. Aber wer sind eigentlich ihre Feinde? Die Antworten auf alle ihre Fragen scheinen in der Vergangenheit zu liegen – in jenen Ereignissen des 30. Juni 1908, weit weg in der sibirischen Steppe.
Die Suche beginnt
Nach einem nett anzusehenden Video, welches euch in die Story einführt, findet ihr euch als Nina im Büro ihres Vaters wieder. Nun liegt es an euch, das plötzliche Verschwinden ihres Vaters aufzuklären. Im Spiel kommt es immer wieder vor, dass das Spielgeschehen nahtlos in eine Rendersequenz übergeht und die Story damit ein wenig vorangetrieben wird. Das lockert alles auf und sieht dabei auch noch gut aus. Sehr schön! Gesteuert wird, wie bei der PC-Version, nach klassischem Point & Click-Verfahren. Zeigt ihr mit der Wiimote auf euren Fernseher, erscheint ein Cursor, welcher sich über das gesamte Bild bewegen lässt. Klickt mittels A-Knopf auf eine beliebige Stelle, damit sich Nina dorthin bewegt. Alternativ kann man auch das Nunchuk an die Wiimote anschließen und Nina mit dem Analog-Stick steuern, was dem Spiel aber ein wenig seines Flairs nimmt. Objekte können mit B untersucht und mit A benutzt bzw. aufgenommen werden. Die Steuerung wurde allgemein sehr gut umgesetzt und geht locker von der Hand. Aufgezwungene Wii-Gesten oder ähnliches gibt es nicht. Einem gemütlichen Adventure-Abend auf der Couch steht somit nichts mehr im Weg.
Drückt ihr auf dem Steuerkreuz nach unten, könnt ihr jederzeit Ninas Inventar am unteren Bildschirmrand einblenden, welches alle Gegenstände beinhaltet, die ihr gerade mit euch trägt. Das Inventar spielt in Geheimakte: Tunguska eine zentrale Rolle. Ständig findet ihr neue Gegenstände, welche meistens wenig später Verwendung finden. Oft ist es jedoch auch so, dass euch die einzelnen Items vorerst noch nicht zum Erfolg bringen. Wie bei Point & Click-Adventures üblich, können die verschiedenen Objekte nämlich miteinander verbunden werden, damit schlussendlich ein neuer Gegenstand entsteht. Dadurch entstehen zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten, welche die Kreativität des Spielers fordern. Zwar nicht im Inventar, aber trotzdem immer dabei, hat Nina ihr Tagebuch. Mit einem Druck auf die Minus-Taste könnt ihr so durch Ninas Notizen blättern und die vergangenen Geschehnisse nochmals auf euch wirken lassen. Auf der letzten Seite des Tagebuches findet ihr zudem auch oft einen Tipp, welcher euch beim Lösen des aktuellen Rätsels hilft.
Äußerst kreativ wurden auch die Rätsel an sich gestaltet. So müsst ihr beispielsweise einen Lauschangriff mit einer zum Kassettenrekorder umfunktionierten Katze starten oder einen Fahrradreifen eines kleinen Mädchens reparieren, um als Belohnung einen Magneten zu erhalten. Damit gelingt es euch aus dem Aquarium des Vaters einen Schlüssel zu bergen, welcher wiederum neue Wege eröffnet. Die Rätsel wurden wirklich sehr abwechslungsreich gestaltet und machen gepaart mit der spannenden Story über kurz oder lang süchtig. Der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben reicht dabei von einfach bis hin zu echten Kopfnüssen.
Snoopy’s Schlüssel zum Erfolg
Kommt ihr mal nicht weiter weil euch ein Rätsel einfach zu schwer ist, dann haben die Entwickler die passende Lösung dafür gleich mit eingebaut. Das Zauberwort heißt hier SnoopKey. Mit dieser Funktion, welche ihr mit einem Druck auf 1 aktiviert, werden sämtliche klickbaren Objekte am aktuellen Bildschirm mit einer Lupe und alle Ausgänge mit einem roten Pfeil markiert. So kann man schnell mal abchecken, ob man eh nichts vergessen hat, bevor man einen Raum verlässt. Allerdings sollte man nicht zu regen Gebrauch von dieser Funktion machen. Erfolge ohne jegliche Hilfe sind doch gleich doppelt so viel wert, oder? Leider gibt es im Spiel ein Objekt, welche die Rätselhilfe nicht anzeigt. So sucht man dort verzweifelt nach der Lösung des Rätsels und merkt dabei nicht, dass man in Wahrheit noch gar nicht alle Gegenstände entdeckt hat. Da bleibt einem nur noch die letzte Seite des Tagebuches aufzuschlagen und dort nach einem Hinweis zu suchen.
Abwechslung und Spannung bis zum Schluss
Nach und nach vertieft sich die Story immer mehr, indem ihr neue Hintergrundinformationen zur Tunguska-Explosion und zum Verschwinden eures Vaters erhaltet. Doch langweilig wird es dann noch lange nicht. Wenig später im Spiel kreuzen sich bereits eure Wege mit dem zweiten Hauptcharakter Max Gruber, welcher gemeinsam mit Ninas Vater im Museum arbeitet. Er entschließt sich schnell euch bei euren Abenteuern zu helfen und wird etwas später auch selbst zu einem spielbaren Charakter. Einige Rätsel lassen sich nur lösen, indem Nina und Max zusammenarbeiten. Erfordert eine Situation die Kooperation zwischen den beiden, erscheint im Inventar-Menü ein Symbol mit dem ihr zwischen den beiden Protagonisten hin und her schalten könnt. So werden die Rätsel noch einen Tick kniffliger und interessanter. Um etwas Abwechslung ins Spiel zu bringen, tauchen ab und zu Minispiele auf, welche jedoch authentisch präsentiert werden und sich nahtlos ins Geschehen einfügen. Diese treten meist in Gestalt von kleinen Logikaufgaben à la Sudoku auf.
Ein Kinofilm zum selber Spielen
Technisch präsentiert sich Geheimakte Tunguska von seiner besten Seite. Allem voran, muss ich die grandiose Sprachausgabe loben. Stimmen, Sprechgeschwindigkeit und Betonung sind ausgezeichnet, passen super zu den Charakteren und bringen Witz und Charme des Games auf eine sehr natürliche Art und Weise rüber. Bei der prominenten Sprecherbesetzung ist das aber auch kein Wunder. Nina wird von Angelina Jolies Synchronsprecherin und Max von Mark Wahlberg gesprochen. Weiters kommen die Synchronstimmen von Orlando Bloom, Christian Slater, Jonny Depp, Tom Hanks, Roger Moore, Kurt Russell, Steven Seagal, Antonio Banderas oder auch Lisa und Homer Simpson vor. Da kann ja kaum noch was schief gehen.
Die Hintergrundmusik passt immer sehr gut zum aktuellen Szenario und nervt auch nach vielen Spielstunden noch nicht. Grafisch gibt es auch kaum etwas auszusetzen. Die vorgerenderten, teilweise scrollbaren Hintergründe sind sehr detailliert, wunderschön anzusehen und warten direkt darauf vom Spieler erforscht zu werden. Eure Abenteuer führen euch dabei durch ferne Länder wie Russland, Irland und Kuba. Hier wurde sehr viel auf kleine Details geachtet, um die Atmosphäre und den Charme der einzelnen Länder möglichst realistisch darzustellen. So dürft ihr euch beispielsweise über kubanische Architektur, Che Guevara Abbildungen (¡Viva la revolución!) sowie tropische Vegetation freuen. Die beiden Hauptcharaktere Nina und Max wurden Dank Motion-Capturing sehr schön animiert und machen - nebenbei gesagt - auch einen sehr attraktiven Eindruck. der eingeblendete Text (Untertitel) erscheint stets klar und scharf. Dank der HD-Unterstützung sieht das Spiel also auch auf einem riesigen 16:9-Fernseher noch richtig gut aus. Einzig die Inventar-Buttons könnten einen Deut größer und schärfer sein, aber man kann ja bekanntlich nicht alles haben.
Der Multiplayer-Part
Das Spiel hat zwar keinen richtigen Multiplayer-Modus, aber zumindest ein nettes Feature, welches einen zweiten Spieler mehr oder weniger am Spielgeschehen teilnehmen lässt. Wird eine zweite Wiimote mit der Wii verbunden, kann ein Mitspieler eures Vertrauens mit einem eigenen Cursor auf Objekte zeigen, um so zum Lösen der Rätsel beizutragen. Der zweite Spieler kann jedoch nicht mit Objekten interagieren oder Menüs benutzen. Auch die Spielfigur lässt sich mit der zweiten Wiimote nicht steuern.
Fazit
Die Wii-Umsetzung von Geheimakte Tunguska ist wirklich sehr gelungen und kann an allen Ecken und Enden vollends überzeugen. Die Grafik ist ein Hingucker und auch steuerungstechnisch hat man sich viel Mühe gegeben, damit die einfache und zugängliche PC-Steuerung auch auf der Wii tadellos funktioniert. Sehr positiv ist zudem, dass es so gut wie keine Ladezeiten gibt und die vielen Videos flüssig - ohne Wartezeit - abgespielt werden. Zudem ist die Sprachausgabe, wie schon am PC, überaus gut und kann mit Top-Synchronsprechern glänzen. Geheimakte Tunguska macht eigentlich alles richtig und man kann nur hoffen, dass auch die Fortsetzung ihren Weg auf die Wii findet und somit die spannende Geschichte weitergeführt wird. Denn wer einmal mit diesem Spiel angefangen hat, der wird die Wiimote nicht mehr so schnell beiseite legen!
Consolero dankt Koch Media für die Bereitstellung eines Exemplars dieses Spiels.
Dieses Review wurde verfasst von Kurt Stangl aka teRalink
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© Pro |
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- Durchgehend spannende Story
- Innovative und knifflige Rätsel
- Einfache, praktische Steuerung
- Schöne Hintergründe und Cutscenes
- Tolle deutsche Sprachausgabe mit witzigen Dialogen
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© Kontra |
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- Etwas plötzliches Ende
- SnoopKey wird bei einem bestimmten Objekt nicht angezeigt
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© Wertung |
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| Gameplay: |
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| Grafik: |
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| Sound: |
                                                                                                                                                                                               95%
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| Multiplayer: |
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| Gesamteindruck: |
                                                                                                                                                                                         92%
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© Die neuesten Bilder |
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22.04.2008 um 19:41:46
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22.04.2008 um 19:41:46
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22.04.2008 um 19:41:45
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© Kommentare » [4] |
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#1 Crewmate » [28.04.2008 um 11:10]
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NoMoreHeroes, MarioKart, Geheimakte. Arg, ich kann mich nicht entscheiden!
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#2 fish_lx » [28.04.2008 um 11:59]
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no more heroes
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#3 Rahner » [28.04.2008 um 12:02]
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geheimakte wennst auf adventures stehst - no more heroes wennst action magst - und mario kart wennst auf fun-racer stehst ;) würd zu geheimakte greifen - hab alle 3 games - ist zudem auch das günstigste.
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#4 Spectator » [28.12.2008 um 17:53]
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Geheimakte Tunguska ist eines der besten Adventure die ich jemals Spielen dürfte. Auch wenn es nur wenig schlechte adventures gibt. Die Sprecher sind großartig, die Geschichte spannend die objekt benutzung übersichtlich und die rätsel sehr fair. Auserdem hilft notfalls die Rätselhilfe oder die Lupe weiter. Zudem ist es schön ein Spiel zu spielen, das auch in deutschland spielt. Ich werde mir den nächsten teil aufjedenfall holen (den ich neulich im Müller gesehen habe).
Eine echte Kaufempfehlung für alle Adventure fans!
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