Secret Agent Clank

am 16.08.2008 um 10:16 von Bloody
PSP




In geheimer Mission unterwegs!

Mit Secret Agent Clank beschreitet der tapfere kleine Roboter sein erstes Abenteuer ohne seinen Kumpanen Ratchet. Leider wurde letzterer verhaftet, was sein bester mechanischer Freund natürlich nicht zulassen kann. Wie uns die Rettungsmission von Clank gefallen hat, lest ihr in diesem Review.

Geschüttelt, nicht gerührtes Öl!
Bereits zum zweiten Mal gastieren das Duo Ratchet & Clank auf Sonys portabler Spielekonsole und man sieht auch recht schnell, dass es sich um dieselbe Engine wie in Size Matters handelt. Die Kulissen sind zwar neu, jedoch sieht man ihnen ihre Herkunft sehr deutlich an.

Zu Beginn erblickt man Clank im für Ratchet & Clank Veteranen recht unüblichen Outfit; einen schwarzen Anzug. Wobei schon nach kurzer Zeit klar wird, dass es sich nicht um jenes klassische Jump & Run handelt, welches etliche Fans schon von den anderen Titeln her kennen, sondern um eine Mischung aus ersterem und jeder Menge Stealth-Elementen. So sind überall Wachen anzutreffen, welche eine Lampe mit sich führen. Wenn Clank in dessen Lichtkegel gerät, bricht sofort ein Alarm aus, der die anderen Wachen auf einen hetzt.

Zusätzlich gibt es auch normale Roboter, die mit Scheinwerfern ausgestattet sind und die Umgebung somit im künstlichen Auge behalten. Last but not least sind die meisten Areale mit Laserfallen ausgestattet, die Clank je nach Art Schaden zufügen oder nur den Alarm auslösen. Jene kann man aber mittels eines gewissen Blackout-Stiftes kurzzeitig oder sogar völlig außer Betrieb setzen. Die Waffe feuert einen Art Schlammklumpen ab, der wie der Name schon sagt, die Funktion der Laser stört.

Erfreulich ist, dass man die eigene Spielweise selbst gestalten kann. Ob man sich jetzt an den Gegnern vorbeischleicht oder sich dem offenen Kampf ausliefert, bleibt einem selbst überlassen. Der ganz kluge Zocker schleicht sich von hinten an den Feind an und hat nun die Möglichkeit, den Feind mit einer angezeigten Kombi so gut wie lautlos auszuschalten. Jene wird mit der Viereck-Taste aktiviert und benötigt zur Vollendung vier weitere Eingaben, welche in einer gewissen Zeit in der richtigen Reihenfolge gedrückt werden müssen. Nachdem dies getan ist, zeigt Geheimagent Clank seine Fähigkeiten und schickt jedweden Feind in die ewigen Jagdgründe.



Benutzen sie die Telefonzelle, 007!
Während man so durch die Reihen der Gegner schleicht, fallen einem gezwungenermaßen die doch recht auffälligen Telefonzellen auf. Betritt man jene, öffnet sich der Untergrund und der getarnte Verkaufsautomat ist somit aktiviert. In jenem finden sich Munition, neue Waffen und etliche andere Gadgets.

Wie schon in den früheren Spielen, gibt es auch in Secret Agent Clank 16 Waffenslots, die je nach Belieben ausgerüstet werden können. Überhaupt kann man den Titel auch größtenteils in gewohnter Ratchet-Manier, nämlich mit Dauerfeuer absolvieren, doch dies funktioniert nur in gewissen Abschnitten. Es kann vorkommen, dass sich unser kleiner Roboter verkleiden muss um zu einer gewissen Passage zu kommen; Zeit für die Holotarnung!

Um jene anwenden zu können, muss zuerst mittels der Holokamera ein Bild des Gegners geschossen werden. Anschließend steht der Verwandlung nichts mehr im Wege, wobei man neben dem Outfit auch einige interessante Fakten zum Typ des Roboters enthält, die wahrlich zum Schmunzeln anregen.



Capt. Qwark, wir brauchen sie!
Jeder kennt ihn, so manche respektieren ihn, aber alle finden ihn zum Brüllen komisch; die Rede ist natürlich vom legendären Capt. Qwark, welcher auch in Secret Agent Clank sein Stelldichein gibt. Jedoch nicht nur wie schon zuvor in der äußerst amüsanten Arena, Oh Nein!

Nun hat man erstmals Gelegenheit selbst in die Rolle des Superhelden zu schlüpfen und ordentlich mit seinen Schießeisen Feinde zu dezimieren. Natürlich ist dies nicht wirklich passiert, aber während er einem Reporter seine Geschichten erzählt, muss er sich ja nicht wirklich zurückhalten, oder? Jedenfalls ist es ein Genuss jene wahnwitzigen Geschichten nachzuspielen, die unser Möchtegern-Held natürlich wie er meint, bravourös gemeistert hat. Aber auch sonst ist der Humor der Reihe mit jeder Menge coolen Sprüchen und lässiger Aktionen im PSP-Titel enthalten.

Schade ist jedoch, dass Insomniac Games auf jegliche Weltraumballerein verzichtet hat. Hin und wieder gibt es Verfolgungsjagden über Wasser und Eis, aber nach einer Weile geht die Vielfalt etwas verloren.



Kamera, wo bist du?
Stürzt man sich in den Kampf und ist nicht ganz so drauf fixiert immer die Kamera mittels der Schultertasten nachzudrehen, kann es schon mal vorkommen, dass jene nur die Wand hinter euch zeigt. Solche Zufälle passieren zwar nicht oft, aber doch reichlich genug um sie als klaren Kritikpunkt zu erwähnen.

Pixel für Pixel…
Die grafische Leistung von Secret Agent Clank steht der von Size Matters in nichts nach. Ganz im Gegenteil; jede Menge neuer und interessanter Kulissen sorgen für einen lebendigen Touch und zaubern schon hier und da ein Lächeln auf des Spielers Gesicht. Die deutsche Synchronisation ist ebenso makellos und es ist ein wahrer Genuss, den Stimmen der Protagonisten zu lauschen.

Fazit
Der Titel hält was der Name der Franchise verspricht. Jede Menge Spaß, Witz und vor allem coole Waffen sorgen für Vielfalt, welche etwas von den fehlenden Weltraumschlachten getrübt wird. Die Kamera ist doch recht nervig, aber im Grunde zu ertragen – wenn man ein Fingerakrobat ist. Ein gelungenes Debut von Clank, wobei er allerdings nicht mit „Size Matters“ mithalten kann. Dennoch empfehlenswert!
Consolero dankt Sony für die Bereitstellung eines Exemplars dieses Spiels.

Pro 

witzig wie eh und je
viele Waffen und Gadgets
nette Grafik
hervorragende Synchronisation

Contra 

nervige Kamera
Es mangelt an Vielfalt

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