Ihr spielt jeweils den Flüchtling Billy und den Jäger Ray in abwechselnden Kapiteln. So seht ihr einen Vorgang immer aus zwei verschiedenen Perspektiven und erfährt mehr über die Geschehnisse. Das ist sehr interessant und auch abwechslungsreich wie ihr im Laufe unseres Reviews noch erfahren werdet.
Der wilde Westen macht seinem Namen im Spiel alle Ehre. Denn egal mit welcher Figur ihr spielt, seid ihr Schussgefechten gegen Indianer oder Banditen geweiht. Als Billy habt ihr viele Kletterpassagen in euren Missionen zu absolvieren. So müsst ihr Kisten stapeln und auf diese klettern sowie vorsichtig Hügel herab oder hinauf klettern. Ausgerüstet seid ihr immer mit einer Peitsche die mehr zum schwingen über eine Schlucht dient, als zum Schlagen. Gegen Feinde habt ihr entweder eine Pistole oder eure speziellen Pfeile & Bögen. Billy kann außerordentlich gut mit dem Bogen umgehen, sodass ihr mit einem Druck auf dem Knopf in einem Zeitlupenmodus gelangt und so astrein eure Feinde abschießen könnt. Ebenso müsst ihr mit Billy Schleichpassagen á la Metal Gear Solid absolvieren. Eine Anzeige auf dem HUD zeigt euch ob ihr sichtbar seid, versteckt ihr euch in einem Busch seid ihr unsichtbar. Gelegentlich reitet ihr mit Billy auch durch die Landschaft von einem Ort zum Anderen und seid ständig auf der Flucht vor dem Reverend.
Nun wird die Seite gewechselt und sind beim schwarz gekleideten und älteren Reverend Ray. Er beherrscht seine zwei Colts, mit denen er immer ausgerüstet ist, wunderbar. Auch hier könnt ihr in den Slow-Motion Modus schalten um eure Gegner mit einem Schuss aus der rechten und linken Gun abzufeuern. Mit Ray seid ihr in Dörfern und Höhlen ständig in Konflikten mit Feinden. Am Schluss eines Feuergefechts tretet ihr schon einmal gegen den Oberfeind der Truppe an und liefert euch ein Duell. Nach dem Ablauf des Countdowns müsst ihr schnell den rechten Analog-Stick nach unten drehen und abfeuern. Reverend Ray ist eine wahre Ein-Mann Armee und Action ist bei ihm vorprogrammiert. Bei Billy ist es hingegen fast immer das Gegenteil. Dort ist es ruhig und ihr könnt die wunderschöne Natur genießen.
Der Sound ist auch ganz gut gelungen. Spannende Musik setzt ein, sobald ihr ein Gefecht mit Gegnern kommt. Ansonsten präsentiert sich alles sehr idyllisch. Die Waffen klingen realistisch und die Soundeffekte sind ebenfalls ordentlich.
Die Steuerung ist, wenn auch ein bisschen hakelig, grundsätzlich in Ordnung. Mit den Triggern schießt ihr, mit Y ladet ihr nach und mit A springt ihr. Mit dem Steuerkreuz könnt ihr zwischen den Waffen wechseln. Ihr spielt immer in der Ego-Perspektive, hier wäre es schön gewesen, wenn auch eine Third-Person-Sicht möglich gewesen wäre.
Der Umfang ist mit 10-12 Stunden an sich O.K. Habt ihr die Kampange durchgespielt erwarten euch noch ein paar Missionen mit dem Sheriff. Was negativ anzumerken ist, dass es kleine kurze Ladezeiten während dem Spiel gibt, die den Spielfluss stören. Während den Sequenzen und neuen Missionen müsst ihr eine Weile warten. Frustmomente tauchen auch so gut wie keine auf, da die Rücksetzpunkte klug eingesetzt worden sind. Leider wurde das Spiel zum Teil geschnitten, so könnt ihr auf tote Wesen nicht schießen und es gibt kein Blut. Außerdem könnt ihre überall verstreute Whiskeyflaschen nicht alles brennende Flugkörper verwenden.



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