Hands on: Dishonored - Der düstere Schleicher stellt sich vor

am 16.08.2012 um 18:07 von Don Suey
Multi

Natürlich war auch Bethesda auf der gamescom 2012 vertreten, die mit Dishonored einen interessanten Mix aus Stealth, Ego-Shooter und Action-Adventure und einen soliden Newcomer-Titel zum Probespielen anboten.

Beeindruckendes Setting, multiple Vorgehensweisen
Nachdem die erfreulich kurze Schlange vor dem Bethesda-Stand überwunden war, musste ich unweigerlich an den Konkurrenz-Assassinen von Ubisoft denken. Weit gefehlt, denn während der Spielzeit stellte sich ein ganz eigener Charme des Spiels heraus. Angelehnt an das viktorianische Zeitalter vermutlich Englands, streift unser maskierter Rächer durch eine teilweise sehr futuristische Welt. Der abgehobene Stil und das Setting waren dabei sehr beeindruckend, zumal ein solches dieser Tage wirklich nicht sehr oft bei Spielen vorkommt.

Als dann die Steuerung komplett verstanden wurde, ging es los, die ersten Wachen haben gewartet und wollten gemeuchelt werden. Dabei enthält Dishonored verschiedene Vorgehensweisen: Man könnte sich natürlich heranschleichen, das Messer auspacken und den Gegner mit der rechten Maustaste hinterrücks erstechen, eine offene Keilerei mit dem Schwert provozieren, die Pistole oder die Armbrust nehmen und ihn mit der linken Taste auf die grobe Art ausschalten, oder kleine Fallen aufstellen, die die Gegner bei Berührung ebenfalls ausschalten. Die Armbrust besitzt im übrigen eine klassische Auswahl an verschiedenen Pfeilen, die den Gegner einschläfern, solche, die bei Aufprall explodieren oder natürlich normale Pfeile.

Spannender sind jedoch die Fähigkeiten, die der Spieler benutzen kann. Diese richten sich nach einem klassischen Mana-System und erinnern etwas an Bioshock und die aufregenden ersten Momente, als man in Rapture seine ersten Plasmide ausprobieren konnte. Ähnliche Fähigkeiten finden sich auch hier, wie der Zeitstop, die Beschwörung von Ratten als kleine Helfer, einem Alles-Was-Glitzert-Ist-Missionsrelevant-Durch-Die-Wände-Sehen-Modus, der kleine Wirbelsturm der heraufbeschworen werden kann um Gegner umzustoßen oder später stärkere Waffen wie etwa eine Rakete zurück zu schleudern oder das Besitzergreifen von Gegnern. Mithilfe letzterem kann man besagte Wachen übrigens sehr gut in Elektrozäune manövrieren.

Während des spielens fiel dabei die sehr nett gestaltete Umgebung des Geschehens auf. "Nett" im Sinne von gut umgesetzt und passend zum Ambiente; einladend soll die mit einer Pest verseuchte, düstere Welt von Dishonored natürlich nicht wirken. Die Atmosphäre war jedoch stimmig und Bewegungen, Physik sowie Soundkulisse sehr passend gewählt und umgesetzt.

Fazit
Alles in allem scheint Dishonored mit einer spannenden Geschichte und einem noch nicht verbrauchten Setting ein Spiel zu werden, was durchaus im Auge behalten werden sollte und gehört auf der gamescom definitiv zu einem Pflicht-Spiel, was Meuchel-Begeisterte Spieler getestet haben sollten. Dishonored erscheint noch dieses Jahr am 12. Oktober für Xbox 360, Playstation 3 und den PC. (PK)

Neuen Kommentar schreiben