Hands on: Assassin's Creed 3 - Schiffe versenken

am 16.08.2012 um 11:58 von Shuriken
Multi

Nachdem Ubisoft seit 2009 insgesamt drei Assassin's-Creed-Spiele veröffentlicht hat, die allesamt während der Rennaissance spielten, wird in diesem Jahr ein neuer folgen, bei dem sich nun wieder etwas mehr getan hat. Die Handlung von Assassin's Creed 3 wird bekanntermaßen während des amerikanischen Unabhängigkeitskriegs angesiedelt sein, der neue Assassine ist indianischer und britischer Abstammung und heißt Ratohnhakéton – oder auch Connor Kenway. Wir waren auf der gamescom und haben uns den Titel einmal näher angesehen.

Unterwegs auf dem Schlachtfeld
Als erstes wurde uns am Messestand ein vom Entwickler kommentierter Trailer vorgeführt. Connor wird während der amerikansichen Revolution nicht auf der Seite der Amerikaner oder der Briten kämpfen, sondern in erster Linie wieder gegen die Templer. Im Video musste er auf dem Schlachtfeld einen feindlichen Heerführer eliminieren, der eben diesem Orden angehört. Hierbei kann er entweder taktisch oder offensiv vorgehen und muss auch an verschiedenen Stellen in Deckung gehen, denn natürlich sind die gegnerischen Armeen mit Schusswaffen ausgestattet - auch wenn diese damals noch nicht sonderlich präzise waren. 2.000 bis 2.500 Einheiten auf einem Schlachtfeld seien mit der neuen Engine problemlos darstellbar, so der Entwickler.

Ein wesentliches Merkmal der Assassin's-Creed-Serie darf hierbei natürlich nicht fehlen: Das Klettern. Dies ist im dritten Teil der Hauptreihe nicht mehr nur auf Gebäuden möglich, sondern endlich auch auf Bäumen und an Felswänden. Der Entwickler erklärte, es sei viel Arbeit darein geflossen, dass die Bäume halbwegs lebensecht wachsen. Sobald sich der unter anderem mit einer Tomahawk bewaffnete Connor bis zum feindlichen Hauptmann vorgearbeitet hat, schlägt er zu und befindet sich - wie schon in den anderen Titeln der Reihe - wieder im weißen Animus-Hintergrund, wo er dem Sterbenden ein paar letzte Worte zuflüstert.

Der beste Seemann war doch ich!
Danach durften wir Assassin's Creed 3 schließlich und endlich selbst anspielen. Ich habe mich hierbei zunächst der Wii-U-Version hingegeben. Wir durften einen Ausschnitt aus dem Singleplayer spielen, nämlich eine Seeschlacht. Mit Connor am Steuerrad müssen wir drei feindliche Schiffe versenken. Eines, das auf der Karte gelb markiert ist und zwei andere, die rot dargestellt werden. Die rot markierten müssen zuerst zerstört werden. Hierfür können wir entweder neben sie fahren und die Kanonen abfeuern oder wir können auf sie zufahren und sie rammen.

Auf dem Tablet der Wii U wird meine eigene Position und die der Gegner angezeigt, ich kann außerdem nach längerem Drücken des rechten Bumpers auf dem Touchscreen ein Menü öffnen, in dem ich die Munition wechseln kann. Ich entscheide mich anfangs für brennende Geschosse. Mit den Buttons A und B kann ich volle oder halbe Segel setzen und dementsprechend beschleunigen. Mit dem Y-Button gehen unsere Leute in Deckung, sodass wir beim Rammen oder bei feindlichem Beschuss weniger Schaden nehmen. Mit dem rechten Trigger werden die Kanonen abgefeuert.

Gut gefallen hat mir, dass das dritte Schiff, das ich erst zum Schluss bekämpfen kann, solange den anderen beiden Deckung gibt und sich gerne mal dazwischen schiebt, wenn ich versuche, diese zu rammen. Auch die Wettereffekte sind durchaus positiv aufgefallen, denn sie wirken sich natürlich auch auf den Wellengang aus und machen sich somit auch bei der Steuerung des Schiffs bemerkbar. Nachdem die ersten beiden Schiffe durch Kanonen und Rammangriffe bezwungen wurden, muss ich die Segel des dritten mit anderen Geschossen zerstören. Ist auch dies gelungen, darf ich mich dem Kahn annähern und ihn entern.

Multiplayer: Iteration statt Revolution
Philip hat sich unterdessen den Mehrspielerpart angesehen. Sein Eindruck:

Der Multiplayer von Assassin's Creed 3 bietet ein überarbeitetes Spielerlebnis des zweiten MP-Ablegers. Natürlich sind Moves, Waffen und Charaktere aus dem Singleplayer enthalten, dazu gibt es neue Karten und die bewährten Spielmodi. Mit den Veränderungen des Einzelspielers wird ebenfalls der Multiplayer dynamischer, da bestimmte Fähigkeiten und Moves nun auch in der Bewegung ausgeführt werden können und die Abläufe somit flüssiger von statten gehen.

Auf die Frage, ob die Lobby-Suche ebenfalls teils drastische Schwierigkeiten hat wie der Vorgänger (Verbindungsabbrüche, äusserst lange Zeit der Suche nach freien Spielen, wenn zwei Spieler zusammen in einer Lobby ein Spiel suchen oftmals Trennung der Lobby und Zuweisung in verschiedene Spiele, ...) wusste der betreuende Ubisoft-Mitarbeiter vorerst keine Antwort.

Fazit
Assassin's Creed 3 verspricht, wieder ein wenig frischen Wind in die Serie zu bringen. Das war nach drei Ablegern mit demselben Setting allerdings auch bitter nötig. Die brachialen Seeschlachten bieten eine nette Abwechslung zu den bisherigen Missionstypen. Optisch wirkte die Wii-U-Version durchaus ebenbürtig, die Segel von im Hintergrund befindlichen Schiffen aber ein bisschen zu unscharf. Wir sind gespannt auf die Massenschlachten im Spiel und hoffen, dass die Spielsuche im Multiplayer diesmal wieder besser funktioniert. Assassin's Creed 3 wird am 31. Oktober in den Handel kommen. (JG/PK)

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